
Liebes Tagebuch, liebe Leute!
Wir machten uns um 9 Uhr auf zum fröhlichen Wandern. Zuerst fuhren wir mit dem Bus quer durch Georgetown (und ich stellte erst fest, WIE groß die Stadt eigentlich war) und besorgten uns dann noch etwas Proviant für den Weg.
Wir hörten von mehreren Seiten positive Berichte über den Monkey Beach und bekamen im Hostel zudem die Information, dass wohl mehrere Personen versuchen würden uns einzureden, dass die Wanderung aktuell nicht machbar sei. Stattdessen könne man ein Boot zum Strand nehmen - welches natürlich und blöderweise zu bezahlen wäre. Jajaaa, nicht mit uns! Schon am Eingang zum Nationalpark wurden wir zwei mal aufgehalten: Der Weg sei nicht passierbar. Gut, dass wir es besser wussten und so gingen wir an allen Schwätzern vorbei und folgten den ersten Schildern. Mit dabei waren nicht nur Fabio und Theresa aus dem Hostel, sondern auch ein spanisches Pärchen, welches wir kurz vor dem Eingang aufgegabelt hatten.
Der Weg war zwar nicht unpassierbar, aber doch recht spannend: Oft versperrten umgefallene Bäume das direkte Weiterkommen und man musste außen rum bzw. drüber klettern und einige der Stege und Brücken, welche auf der Strecke immer wieder vorzufinden waren, waren mehr als baufällig! Schritt für Schritt tapsten wir uns voran und achteten ganz genau darauf, wo wir den Fuß als nächstes hinsetzten. Nicht nur, dass einige Bretter angeknackst waren, nein - viele fehlten komplett und an einer Stelle konntest du wählen zwischen balancieren (und möglicherweise fallen), oder drunter und drumherum klettern.
Doch es war die Mühe wert und damit meine ich nicht wegen des Endziels, sondern der Umgebung wegen. Immer wieder kamen wir direkt zum Meer hin und sahen so verschiedene menschenleere Strände, oder wir marschierten quer durch den Dschungel. Letzteres begeistert mich immer wieder, selbst wenn der Schweiß wieder mal wie in Strömen floss. Kein Problem, wir sahen Gott sei Dank alle gleich aus.
Das letzte Stück bergab war so steil, dass wir uns an Lianen und gespannten Seilen schon fast "abseilen" mussten. Auf den Hintern setzen und runter rutschen wäre auch eine Option gewesen, doch die nahm komischerweise keiner wahr.
Und wir hatten es geschafft: Nach ungefähr einer Stunde und 20 Minuten standen wir am Monkey Beach und zu dieser Zeit war er auch noch halbwegs touristenleer. Erstmal gleich in's Meer zum Abkühlen!
Nach etwas Sonnetanken am Strand traten wir dann aber auch schon wieder den Rückweg an. In der Ferne sah es nach Regen aus und ein Schauer direkt im Dschungel ist einfach ein Schas - ich spreche aus Erfahrung. Doch alles ging sich hervorragend aus und am Ende unserer Wanderung hüpften wir nochmals an einem Strand ins Meer. Komischerweise sahen wir am Monkey Beach keine Affen - doch jetzt waren sie da und sie waren gekommen, um unser Zeug zu klauen. Ich konnte gar nicht so schnell schauen und reagieren, hatte sich schon ein gemeiner Dieb an meinem Rucksack vergriffen und doch glatt meine Kekse rausgestohlen! Dreist! Ich mein: Um die Kekse ist es wirklich egal (ich war froh, dass er nicht mein Handy nahm), doch nach dem Futtern würde der Affe die Plastikverpackung irgendwo im Wald fallen lassen und das ist natürlich weniger klasse.
Auf dem Heimweg fanden wir noch eine sehr günstige und leckere Gelegenheit zu essen und das wars dann auch schon: Wandertag offiziell beendet! 😎
(Nachtrag für Dienstag, den 2.August)
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